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Internationales Starterfeld beim Red Bull Wake The Line in Köln
Am Samstag, den 13.09.2008, war das Kölner Stadionbad fest in der Hand der internationalen Wakeboard- und Wakeskate-Szene. 24 Starter aus ganz Europa erlebten eine weltweite Premiere: ein mobiles Bahnsystem in einem Freibad. Die Mini-Anlage verwandelte die verschiedenen Becken in einen einzigen Parcours und sorgte damit für 320 Meter Wake-Action an innovativen Obstacles. 1.800 Zuschauer verfolgten das Spektakel und sahen, wie sich die besten Wakeboarder und Wakeskater Europas um das Preisgeld in Höhe von US-$ 10.000 battleten.
Die mobile Sesitec 2.0 Anlage zog die Fahrer über die gesamte Länge der vier hintereinander liegenden Becken und ermöglichte Runs in beiden Richtungen. Für dicke Transfers zwischen den einzelnen Pools sorgten einige innovative Obstacles. Unit Parktech hatten zusammen mit fine lines schwimmende Kicker und Rails installiert. Von diesem außergewöhnlichen Setup profitierten auch die Zuschauer, denn die waren durch die Tribünen am Beckenrand hautnah am Geschehen.
Red Bull Wake The Line war natürlich mehr als ein Geheimtipp, wie ein Blick auf das hochkarätige Starterfeld verrät. So waren unter anderem der mehrfache Welt-, Europa- und Deutsche Meister Bernhard Hinterberger, der Ex-Europameister Dennis Knasiak oder Nike 6.0 Upstart Nico von Lerchenfeld am Start. Eingeladen waren 16 Wakeboarder und 8 Wakeskater, die sich der Jury unter Head Judge Flo Meeh beweisen mussten. Ebenso hochklassig wie das Starterteam war natürlich der Mann am Mikro, Clint Liddy, der das Stadionbad fest im Griff hatte.
Clints Begeisterung für Red Bull Wake The Line kam von ganzem Herzen, denn das Level war tatsächlich extrem hoch. So zeigte beispielsweise Bernhard Hinterberger in seinem Final Run einen Crow Mobe und einen Frontside 360° Melon Grab off Axis. Peter Pascal Schmidt stylte sich von Becken zu Becken und beendete seien Run mit einem Frontside 7. Bei den Wakeskatern ließ unter anderem Andy Kolb einiges sehen – 360° Shove-its im Flat, Fs 360° am Kicker und Backlip an der kompletten A-Frame Box. Best Trick gewann Dominik Gührs mit einem Frontside 900°.
Die relaxte Atmosphäre im Stadionbad gab ihr Übriges zur Stimmung dazu. „Normalerweise fährt man in irgendwelchen schmutzigen Seen,“ sagte Wakeboard-Sieger Peter Pascal Schmidt. „In einem echten Schwimmbad mit kristallklarem Wasser zu fahren ist einfach nur der Wahnsinn.“ Dafür, dass die gute Stimmung bei ihm noch eine Weile hält dürften auch die 3.000,- US-$ für seinen ersten Platz sorgen – auch wenn der Dollarkurs zur Zeit nicht ganz auf seiner Seite ist.
Trotzdem merkte man, dass bei den Startern nicht nur der Wettbewerbsgedanke, sondern auch der Spaß zählte. Die Fahrer waren stets nah beieinander, und durch den Einladungsmodus starteten Jung und Alt zusammen. So kamen die Zuschauer auch in den Genuss, den 12-Jährigen Martin Druille zu sehen, den Nike 6.0 extra für das Event aus Spanien einflog.
Ebenfalls auf einen erfolgreichen Tag zurückblicken konnten die Zuschauer. Bei lockerer Atmosphäre, kalten Getränken und frisch gegrillten Hamburgern ließ auch die Sonne nicht lange auf sich warten – ein typischer Tag im Schwimmbad eben.
Erste Impressionen gibt es unter Red Bull Wake the Line - First Impressions zu sehen.
Ergebnisse
Wakeboard
1. Peter Pascal Schmidt
2. Bernhard Hinterberger
3. Nico von Lerchenfeld
Wakeskate
1. Andy Kolb
2. Tarik Ghoniem
3. Moritz Thiele
Best Trick: Dominik Gührs, Frontside 900°


